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Erfahrungsbericht 4

Meine Geschichte…

Bei mir fing es wegen der Liebe an.

Kurz zu mir: Ich glaube daran, dass es gewisse Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die wir so nicht sehen können und ich komme auch aus einer Familie, die der Spiritualität gegenüber sehr aufgeschlossen ist. Vorneweg möchte ich also sagen, dass ich trotz der Katastrophe, in die ich mich manövriert habe, glaube, dass ich es auch mit Leuten zu tun hatte die ihr Handwerk verstehen und wirklich etwas können. Auch welche, die mich auf mein „konsumverhalten“ diesbezüglich angesprochen haben…

Nun zum Verlauf:

Im Endeffekt fing es ganz typisch an. Mein HM hat den Kontakt zu mir abgebrochen wegen einem hässlichen Streit. Zeitgleich verlor ich auch eine sehr gute Freundin (ja, es gibt einen Zusammenhang). Für mich war das ein großer Schock.

Die ersten Monate habe ich versucht mich abzulenken, neue Leute kennen zu lernen, was man eben so macht.

Aber da alles neu war, fehlte mir bei meinen neuen Freunden eben noch diese gewisse „Vertrautheit“ um wirklich offen über mein Problem sprechen zu können. Bei den alten war es so, dass sie entweder nicht immer Zeit hatten, wenn es mir richtig schlecht ging oder dass sie mein Thema irgendwann leid waren und ich sie auch nicht auf Dauer damit nerven wollte.

Durch Zufall bin ich dann auf eine Beraterin bei Q gestoßen. Ich war erstmal begeistert über die 15 Gratisminuten und probierte es aus. Resultat: Ich war verblüfft, was die Frau alles von mir wusste und… was noch viel entscheidender war…es tat so unglaublich gut mit ihr zu reden. Da war endlich jemand der mich versteht, der nicht genervt war von meinem ewigen Thema und mir mit Floskeln kam wie:“ Die Zeit heilt alle Wunden“ oder „Der ist es nicht wert“ Nein, diese Frau verstand mich, erkannte meine Situation und sprach mir Mut zu.

Ich musste mich weder schämen, noch entschuldigen!

Erstmal hielt die positive Nachwirkung dieses Gespräches eine Weile an. Da sich aber im Aussen natürlich erstmal nichts veränderte (HM blieb immer noch weg) wurde ich unruhig.

Ich ging wieder in das Portal und sah mir mehrere Profile von Beratern an. Und siehe da, da waren einige, die ja noch „viel besser“ klangen als die erste.

Nun gut, einmal kann man ja Geld ausgeben…dachte ich und rief den nächsten an.

Das Ergebnis war wieder dasselbe: Ich fühlte mich so unglaublich wohl, angenommen und verstanden und obendrein bekam ich auch noch eine identische Aussage was die Zukunft angeht!

Von da an rief ich in eher unregelmäßigen Abständen „immer mal wieder“ an. Wenn ich jemanden erwischte, der mir etwas negatives sagte oder etwas, dass ich nicht hören wollte, legte ich schnell auf und rief den nächsten an, der mir dann meist schon wieder etwas schöneres erzählte.

Eines Tages geschah dann das Wunder: Die Vorhersage traf ein! Der Kontakt zum HM war wieder hergestellt. Und was macht man dann natürlich als erstes? Man ruft sofort einen Berater an und fragt wie es weiter geht…

Denn dieses mal will man es ja nicht versemmeln! Da fragt man lieber vorher wie man sich verhalten soll, zumal die Situation auch diesmal nicht einfacher war als beim letzten mal.

Über die genauen Umstände möchte ich mich nicht äußern, aber ich denke, für die Intention des Textes sind sie auch nicht wichtig.

Tatsächlich fand ich eine Beraterin die mir Dinge sagen konnte, die ich nie geglaubt hätte, die aber dann genauso eintrafen. Ich war begeistert.

Doch bald kam die Wende. Der Kontakt zum HM brach wieder ab. Und das war der Moment in dem bei mir alle Dämme brachen…

Ich war so verzweifelt, dass ich beinahe täglich anrief. Mal hier zehn Minuten, mal dort 20.

Hauptsache, es hörte mir einfach jemand zu. Meine Freunde wollte ich nach wie vor nicht belästigen, zumal die meißten mich schon lange nicht mehr verstehen konnten.

Ich begann Bücher zu verschlingen, im Internet nach „Dualseelen“ zu googeln…und und und.

Ich verstand es ja selber nicht, warum ich von diesem einen Mann nicht loskam!

Aber ich hatte ja meine Berater, die mir gerne zu hörten, nicht genervt waren, mir Trost spendeten und mich auffingen und positive Dinge voraussagten. Und nach jeder einzelnen Beratung fühlte ich mich besser. Manchmal rief ich auch dreimal die Woche die selbe Beraterin an, obwohl ich wusste was sie mir sagen würde..einfach nur weil ich es immer wieder „hören musste“.

Doch wie beim Rauchen oder den meisten Süchten, wurden die Zeiten, in denen ich Befriedigung empfand immer kürzer. Ich musste immer öfter anrufen um wieder in meine Mitte zu kommen.

Was sich interessanterweise ebenfalls veränderte, war meine Einstellung zum Geld.

2,89 die Minute war auf einmal nicht mehr viel. Sind doch eigl nur 2,89. Das sind für zehn Minuten in etwa 25 Euro! Das geht schon!… so dachte ich. Nur leider blieb es meist nicht bei zehn Minuten. Es war einfach zu schön, jemanden zum reden zu haben!

Ich begann mehrere Zahlungsquellen einzugeben. Zwei Kreditkarten und mein Bankkonto. So konnte ich mir selber vormachen, dass es ja „gar nicht so viel“ ist, was ich ausgebe!

Irgendwann betrachtete ich Eurobeträge, als würde es sich um Cent handeln!

Ein Teil in mir wusste, dass das was ich machte gefährlich war und auch dumm. Aber der Teil in mir, der einsam, verletzt und unglücklich war, der Angst hatte vor der Zukunft, war einfach stärker. „Ich lebe doch jetzt“ dachte ich mir. Und „ich brauche JETZT Hilfe!“

Kurzum: Ich verlor sowohl jeglichen Realitätssinn, genauso wie jeden Bezug zu Geld!

Meine Freunde waren begeistert. Sie dachten ich hätte mein Thema hinter mir gelassen, weil ich auf einmal nicht mehr darüber sprach. Und ich selber tat auch alles, damit es so aussah! Manchmal ging ich abends sogar eher heim, weil ich plötzlichen „Redebedarf“ hatte.

Oder ich blieb gleich von vornherein daheim, weil ich kein Geld fürs Weggehen ausgeben mochte, was mir nachher für die Beratungen fehlte.

Einmal konnte ich nicht mehr telefonieren, weil eine Kreditkartenabbuchung nicht geklappt hatte. Ich wäre beinahe verzweifelt. Allein der Gedanke zu wissen, „du kannst da jetzt nicht anrufen“ machte mich fertig. Was tat ich also? Ich begann Hellseher über 0900 Nummern anzurufen. Die Rechnungen die ich danach mit der Post geschickt bekam, zogen mir glatt die Schuhe aus!

Ich nahm einen Privatkredit auf um nicht ernsthaft in eine schlimme Situation zu kommen.

Doch auch dieses Guthaben ist schon wieder aufgebraucht. Meine Kreditkarte ist über belastet und ich bin am überlegen von wem ich mir Geld leihen könnte, und was für eine fadenscheinige Erklärung ich derjenigen Person auftischen könnte. Denn eines ist klar: Ich traue mich alles zu sagen…bis auf die Wahrheit!

Ich habe eine Riesenangst vor der nächsten Rechnung und dem großen Knall der darauf folgen wird. Und am liebsten würde ich den nächsten Berater anrufen um zu fragen wie ich aus der Misere wieder rauskomme…

Der Betrag, den ich im letzten halben Jahr ausgegeben habe ist vierstellig!

Ich erwarte nicht, dass mich jemand versteht oder es gutheißt, was ich mache. Denn ich verstehe mich selber nicht mehr und ich finde es alles andere als gut.

Wenn ich könnte, würde ich die Zeit zurück drehen. Doch ich kann es nicht.

Und je mehr sich auch meine finanzielle Situation verschlechtert, desto unkontrollierter wird mein Konsum/Telefonverhalten.

Niemand kann mich so sehr verurteilen und verachten wie ich es mit mir selber mache.

Obwohl ich „weiß“ in was für eine Lage ich mich gebracht habe und bringe, kann ich es nicht bleiben lassen! Ich hoffe jeden Morgen aufs neue, dass „heute“ der Tag ist, an dem ich einfach damit aufhöre. Doch bisher ist er nicht gekommen.

Mich Freunden oder meiner Familie anvertrauen, ist für mich unmöglich. Ich schäme mich viel zu sehr.

Ich bin eine berufstätige Frau, ich stehe mit beiden Beinen im Leben. Ich bin eigentlich jemand, von dem man das überhaupt nicht vermutet. Und ich glaube auch nicht, dass es jemand verstehen kann, der es nicht selber in irgendeiner Form erlebt hat.

Und hätte man mir vorhergesagt, dass ich jemals in diese Situation kommen würde, so hätte ich die betreffende Person für verrückt gehalten.

Ich kann nicht rückgängig machen was geschehen ist und ich hoffe inständig, dass ich die Hilfe finde die ich benötige oder sie mir selber geben kann.

Aber ich hoffe, dass meine Geschichte denen, die sie lesen als Warnung dient. Und vielleicht fühlt sich der ein oder andere, dem es ähnlich geht nicht mehr so alleine. Wenn man merkt, dass man in den Strudel gerät, dann ist die Zeitspanne kurz, in der man überhaupt noch dagegen ansteuern kann.

Irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man sich denkt, dass es vielleicht günstiger wäre mit dem Auto gegen den Baum zu fahren, als noch einmal einen Berater anzurufen, den man sich eh nicht leisten kann!

Könnte ich die Zeit zurück drehen, so würde ich mir einen Berater auswählen, dem ich vertraue und ein bestimmtes Guthaben, das ich mir leisten kann, im Monat aufladen. Dieses würde ich mir sorgfältig einteilen oder für Notfälle aufheben. Wenn es aufgebraucht ist, dann würde ich bis zum nächsten Monat warten!

Dies soll nur ein Tip sein, wenn man diverse Beratungen in Anspruch nimmt. Wenn man nicht, wie ich, in den Exzess rutscht, gibt es daran nichts verwerfliches.

Aber bitte bitte bitte an alle die das hier lesen: Seid vorsichtig! Es geht schneller als man denkt und es passiert auch manchmal dann, wenn man denkt, das könnte einem nie passieren!

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Categories: Betroffene Berichten

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